Seit über drei Jahren prägt der Ukraine-Krieg die Nachrichten – und jede Minute zählt. Zwischen Frontbewegungen, Drohnenangriffen und diplomatischen Appellen verliert man schnell den Überblick. Dieser Live-Ticker liefert Ihnen die aktuellen Entwicklungen minütlich, gestützt auf Berichte von ZDFheute und Tagesspiegel.

Beginn der großangelegten Invasion: 24. Februar 2022 ·
Zivile Todesopfer (UN-Schätzung): Über 10.000 bis 2023 ·
Vertriebene innerhalb und außerhalb der Ukraine: Mehr als 8 Millionen (UNHCR, Stand 2025) ·
Wichtigste Frontlinien: Osten (Donezk, Luhansk) und Süden (Saporischschja, Cherson)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Genaue militärische Verluste auf beiden Seiten
  • Zukünftige territoriale Entwicklungen
  • Zeitpunkt möglicher Friedensverhandlungen
3Signale der Zeitleiste
4Wie es weitergeht
  • Ukrainische Gegenoffensive im Süden erwartet
  • EU berät über weiteres Sanktionspaket
  • Diplomatische Gespräche ohne konkrete Ergebnisse

Die folgende Tabelle fasst die Kernzahlen und Fakten aus den offiziellen und journalistischen Quellen zusammen.

Merkmal Wert Quelle
Beginn der Invasion 24. Februar 2022 ZDFheute
Russische Kontrolle Knapp ein Fünftel der Ukraine ZDFheute – Zeitraffer
Annektierte Regionen gemäß Russland Luhansk, Donezk, Cherson, Saporischschja ZDFheute – Zeitraffer
Frontlage (Selenskyj) Stabil, ukrainische Positionen stark ZDFheute
Langstreckendrohnen Mai 2025 8.150 Tagesspiegel
Raketenangriffe Mai 2025 211 Tagesspiegel
Russische Geländegewinne Mai 2025 14 km² Tagesspiegel
Niedrigste Geländegewinne seit drei Jahren Ja Tagesspiegel

Die Zahlen verdeutlichen ein Paradox: Russlands Feuerkraft steigt, seine territorialen Erfolge schrumpfen.

Wie sieht die aktuelle Karte des Ukraine-Krieges aus?

Frontverlauf in der Ostukraine

  • Der Osten bleibt das Hauptkampfgebiet: Donezk und Luhansk sind Schauplätze schwerer Gefechte. Laut Tagesspiegel (interaktive Karte) liegt die Frontlinie weitgehend stabil, mit geringen Verschiebungen.
  • DeepState zufolge eroberten russische Truppen im Mai 2025 lediglich 14 Quadratkilometer ukrainisches Territorium – der niedrigste Monatsgewinn seit drei Jahren (Tagesspiegel).

Umkämpfte Gebiete im Süden

  • Die Gebiete Saporischschja und Cherson stehen weiterhin unter russischer Besatzung. Nach Angaben des Gebietsgouverneurs Iwan Fedorow wurde bei einem Drohnenangriff in Saporischschja ein Zivilist getötet, zwei weitere wurden verletzt (ZDFheute).
  • Die ukrainische Luftwaffe meldet täglich Angriffe auf Ortschaften entlang der Kontaktlinie.
Was das bedeutet

Die niedrigen Geländegewinne zeigen: Russland hat zwar Feuerüberlegenheit, aber keinen Durchbruch geschafft. Für die Ukraine bedeutet dies eine Atempause, aber keinen Frieden.

Das Muster: Die Front ist eingefroren – kleine Verschiebungen, aber keine großen Durchbrüche. Der Süden bleibt ein Pulverfass, weil beide Seiten ihre Kräfte dort konzentrieren.

Was sind die neuesten Nachrichten aus der Ukraine und Russland?

Militärische Lage im Osten

  • Eine AFP-Analyse im Auftrag des Tagesspiegels zeigt einen neuen Höchststand russischer Langstreckendrohnenangriffe: Im Mai 2025 setzte die russische Armee 8.150 Drohnen ein – 24 Prozent mehr als im April. Dazu kamen 211 Raketen.
  • Die Zählung basiert auf täglichen Meldungen der ukrainischen Luftwaffe (Tagesspiegel).

Zivile Auswirkungen

  • In Saporischschja wurden durch einen russischen Drohnenangriff ein Mensch getötet und zwei verletzt, so Gebietsgouverneur Iwan Fedorow (ZDFheute).
  • Die UN schätzt die Zahl der zivilen Todesopfer seit Kriegsbeginn auf über 10.000 (ZDFheute).

Diplomatische Reaktionen

  • Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Frontlage gegenüber ZDFheute als stabil und die ukrainischen Positionen als stark.
  • Die USA kündigten ein weiteres Militärhilfepaket an; die EU berät über ein neues Sanktionspaket.
Warum das wichtig ist

Die massive Drohnenoffensive zeigt, dass Russland auf Abnutzung setzt. Für die Zivilbevölkerung bedeutet das: keine Atempause, tägliche Gefahr und immer mehr zerstörte Infrastruktur.

Wie ist die aktuelle Kriegslage in der Ukraine heute?

Luftangriffe und Drohnenangriffe

  • Die ukrainische Luftwaffe meldet für die letzten 24 Stunden Angriffe auf Charkiw, Odessa und Krywyj Rih (ZDFheute).
  • Der Tagesspiegel berichtet von einem neuen Rekord bei Langstreckendrohnen – allein im Mai 8.150 Einsätze (Tagesspiegel).

Bodengefechte

  • Im Donbass kommt es zu schweren Kämpfen um Bachmut und Awdijiwka. Die ukrainische Verteidigung hält, während Russland weiter angreift.
  • DeepState verzeichnet eine weitgehend gefestigte Frontlinie mit geringen Veränderungen (Tagesspiegel).

Humanitäre Lage

  • Die UNHCR zählt über 8 Millionen ukrainische Flüchtlinge in ganz Europa. In Deutschland sind laut Innenministerium rund 1,2 Millionen registriert.
  • Die Stromversorgung bleibt angespannt: Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden im Mai 2025 mehrfach Umspannwerke getroffen.

Der Handel: Zunehmende Drohnenangriffe – aber keine Frontverschiebung. Die Ukraine kann ihre Positionen halten, leidet aber unter der Zermürbungstaktik Russlands.

Zeitleiste: Der Ukraine-Krieg im Überblick

  • – Beginn der russischen Invasion (ZDFheute)
  • – Rückzug russischer Truppen aus der Region Kiew (ZDFheute – Zeitraffer)
  • – Ukrainische Gegenoffensive befreit Charkiw und Cherson (ZDFheute – Zeitraffer)
  • – Stellungskämpfe im Donbass, anhaltende Drohnenangriffe (Tagesspiegel)
  • – Weitere Gefechte und diplomatische Gespräche

Bestätigte Fakten vs. Unklare Entwicklungen

Bestätigte Fakten

  • Invasion begann am 24. Februar 2022 (ZDFheute)
  • Russland kontrolliert Krim und Teile der Ostukraine (ZDFheute – Zeitraffer)
  • EU und USA haben Sanktionen verhängt (ZDFheute)
  • Über 8 Millionen Menschen geflohen (UNHCR)](Quelle: UNHCR)

Was unklar ist

  • Genaue militärische Verluste auf beiden Seiten
  • Zukünftige territoriale Entwicklungen
  • Zeitpunkt möglicher Friedensverhandlungen
  • Langfristige wirtschaftliche Folgen

Stimmen aus dem Konflikt

„Die Front ist stabil, unsere Positionen sind stark und halten dem Druck stand.“

– Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, gegenüber ZDFheute

„Durch einen russischen Drohnenangriff wurde ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt.“

– Iwan Fedorow, Gebietsgouverneur von Saporischschja, zitiert von ZDFheute

Die jüngsten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die russische Offensive verlangsamt sich, aber der Preis ist hoch. Für die Ukraine geht es ums Überleben der Infrastruktur, für Europa um die Glaubwürdigkeit der Solidarität. Für die deutsche Regierung bedeutet dies: Die Unterstützung muss weitergehen, sonst droht eine militärische Eskalation an der NATO-Ostflanke.

Verwandte Beiträge: Flugzeugträger Charles de Gaulle: Standort & Einsatz 2025 · Real Madrid Spiel heute live: TV, Stream & Ticker

Weitere Quellen

deutschlandfunk.de

Wer die aktuellen Meldungen im Ukraine-Krieg Minute für Minute verfolgt, findet in einem detaillierten Beitrag über die Ursachen und Verluste des Krieges eine hilfreiche Einordnung der widersprüchlichen Zahlen.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich humanitäre Hilfe für die Ukraine leisten?

Spenden an anerkannte Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die UNO-Flüchtlingshilfe oder die Stiftung „Brot für die Welt“ sind der direkteste Weg.

Welche Gebiete sind derzeit am stärksten umkämpft?

Der Fokus liegt auf der Ostukraine (Donezk, Luhansk) und Süden (Saporischschja, Cherson). Täglich wechselnde Angriffsschwerpunkte.

Wie wirkt sich der Krieg auf die deutschen Energiepreise aus?

Seit 2022 sind die Preise stark gestiegen, stabilisieren sich aber langsam durch neue Gaslieferverträge und den Ausbau Erneuerbarer.

Welche Rolle spielt die NATO im Konflikt?

Die NATO unterstützt die Ukraine mit Waffen und Ausbildung, betont aber, kein Kriegspartei zu sein. Ein NATO-Beitritt der Ukraine ist derzeit nicht absehbar.

Gibt es aktuelle Reisewarnungen für die Ukraine?

Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in die Ukraine. Die Grenzen sind für touristische Einreisen geschlossen.

Wie viele ukrainische Flüchtlinge leben in Deutschland?

Laut Bundesinnenministerium sind rund 1,2 Millionen ukrainische Flüchtlinge registriert (Stand Anfang 2025).

Was sind die wichtigsten Sanktionen gegen Russland?

Die EU-Sanktionen umfassen Einreisesperren, Vermögenssperren und Handelsbeschränkungen, insbesondere für Energie- und Finanzsektor.

Wie kann ich mich über die neuesten Entwicklungen informieren?

Verfolgen Sie diesen Live-Ticker sowie die Webseiten von Tagesschau, ZDFheute und dem Tagesspiegel für aktuellste Meldungen.